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Walter Haupt
Mit seiner „Klangwolke“, die europaweit mehr als fünf Millionen Zuschauer
begeisterte, erlangte er internationale Popularität. Mit der „Carmina Burana
Open Air Opera“ schuf er ein großartiges Hör- und Seherlebnis, das weltweit
mehr als 600.000 Zuschauer begeisterte.
Walter Haupt, in München
geboren, Regisseur, Dirigent, Komponist und ausübender Musiker – als
Künstlerpersönlichkeit ein „Gesamtkunstwerk“, dessen zahllose Aktivitäten
dem Publikum immer wieder aufs Neue vielfältige Möglichkeiten einer
ganzheitlichen Kunsterfahrung bieten.
Eigentlich wollte Walter Haupt ja Dirigent werden, aber sein Lehrer
Ludwig Porth bestand darauf, daß er erst einmal ein richtiges Orchesterinstrument
erlerne – „und wenn er dazu nicht tauge, könne er immer noch
Dirigent werden.“
1957 wurde Walter Haupt zunächst als stellvertretender Solopauker an
das Württembergische Staatstheater Stuttgart engagiert, setzte neben der
Orchesterarbeit aber seine Partitur- und Korrepetitionsstudien fort. 1960
wurde er Mitglied des Bayerischen Staatsorchesters, und 1969 gründete
er die legendäre Experimentierbühne der Bayerischen Staatsoper, die er
16 Jahre lang leitete. Während dieser Zeit dirigierte Walter Haupt an der
Bayerischen Staatsoper zahlreiche zeitgenössische Werke sowie eigene
Musiktheater-Kompositionen. Daneben leitete er u.a. die Münchner Philharmoniker,
das ORF-Sinfonieorchester Wien, das Münchner Rundfunkorchester
sowie andere namhafte internationale Klangkörper.
Mihail Tchernaev
Mihail Tchernaev, Poet und Maler, Architekt und Bühnenbildner, stammt
aus Sofia und lebt heute in München. Von Bulgarien aus führte sein
Weg über Polen, Italien, Deutschland und Großbritannien bis nach
Amsterdam, wo er mit seiner Umsetzung der „Crazy Locomotive“ von
S. I. Witkiewicz beim Festival of Modern Theatre 1980 ausgezeichnet
wurde.
Mihail Tchernaev arbeitet heute ebenso für Staatstheater wie für experimentelle
Theatergruppen und Initiatoren von großen Open-Air-Veranstaltungen.
Im Kreis der Avantgardekünstler von Prag und Warschau ist
er ebenso zu Hause wie an der Bayerischen Staatsoper, wo er Bühnenbild
und Kostüme zur Neuproduktion der „Daphne“ von Richard
Strauss schuf. Tchernaevs Bühnenbild für die Prager Inszenierung von
„Jesus Christ Superstar“, die weit über 1000 Vorstellungen aufweisen
kann, war prägend für die europäische Musical-ästhetik der 1990er
Jahre. Mit dem Dschungelbuch-Ballett „Maugli“, dem Musical „Romeo
& Julia“ und der Uraufführung von „Hundert Jahre Einsamkeit“ kreierte
Mihail Tchernaev in den letzten Jahren die optischen Höhepunkte der
Prager Theaterszene. Für ART CONCERTS schuf er 1995 die überwältigende
optische Konzeption der gigantischen Theatermaschinerie
der CARMINA BURANA MONUMENTAL OPERA, die Mihail Tchernaev
international bekannt machte.
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