Carmina Burana - das Rad des Lebens

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CARMINA BURANA
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Carl Orff

Carl Orff Dass Carl Orff im Jahre 1934 bei der Durchsicht eines Würzburger Antiquariatskatalogs auf eine gedruckte Ausgabe der „Carmina Burana“ stieß, ist nicht der einzige glückliche Zufall, der letztendlich zur Komposition dieser bunten Sammlung von Frühlings-, Tanz- und Liebesliedern führte, die zu einem der beliebtesten und meistgespielten Werke der klassischen Musikliteratur des 20. Jahrhunderts werden sollte. Orff vertiefte sich voller Begeisterung in das intensive Studium dieser Lyrik: „Es war nicht leicht, sich in dem Codex mit über 250 Liedern und Gedichten zurechtzufinden“, berichtet der Komponist in der groß angelegten Dokumentation seines Lebens und Schaffens. „Die meisten waren in spätlateinischer Sprache verfaßt; es gab aber auch eine größere Zahl in Mittelhochdeutsch, dazu Mischformen von lateinischen Texten mit altfranzösischen Einsprengseln oder Refrains.

(…) Es begann ein Suchen und Sichten, ein Finden und Verwerfen, bis sich einzelne Teile aus der Fülle immer mehr abzeichneten. Bei wiederholtem Lesen lösten sich aus den vielstrophigen Gedichten auch einzelne Strophen, die dann in neue Zusammenhänge gerieten. So war der textliche Aufbau der ,Szenischen Kantate‘ bald festgelegt … Was mich bewegte, war ausschließlich der mitreißende Rhythmus wie die Bildhaftigkeit dieser Dichtungen und nicht zuletzt die vokalreiche Musikalität und einzigartige Knappheit der lateinischen Sprache.“

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